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An die Grenzen gehen - Frauen und Sport 15.09.09

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Sich einmal ganz neu ausprobieren, „bis dass es prizzelt“ .- Das erfuhren 22 Frauen, die der Einladung zum Abendforum des kfd- Diözesanverbandes Essen gefolgt waren zum Thema: „An die Grenze gehen – Frauen und Sport“. Treffpunkt war die Kletterhalle des „Kletterpütts“, ein ehemaliges Zechengebäude der Zeche Helene in Essen.
Nach einer lebendigen Einführung stiegen die kletterwilligen Teilnehmerinnen mit großen Erwartungen und einem flauen Gefühl in der Magengegend, aber viel Spass und Gelächter, in die Gurte. Immer abgesichert von einer zweiten Frau, erklommen die ersten die Wand.! Die unten Stehenden wurden immer kleiner und die Luft zum „Gipfel“ immer dünner !
War das ein Gefühl !


Denn....an die Grenze gehen bedeutete an diesem Abend nicht nur das Klettern im Seil an einer abenteuerlich anmutenden Kletterwand mit ungewöhnlichen, körperlichen Anstrengungen und Herausforderungen. An die Grenze gehen könnte im Alltag ebenso bedeuten, Gewohntes zu durchbrechen und die vielleicht längst verschütteten Wünsche und Träume mit Mut und neu gewonnenen Kräften zu verwirklichen.

Den kletternden Frauen jedenfalls blieb das Gefühl:“ Ich hab`s geschafft !“

Text: Ursula Hinse-Schnidder, Fotos: Elisabeth Labas


Den Blick
nach oben
Stufe
um
Stufe
um
Stufe
greifen
steigen

kein Denken
nur
ein Spüren
in den Fingern
in den Füßen

mit Muskelkraft
und Mut
immer höher
so weit ich kann

und

noch

ein

bisschen

mehr?


In mir klingt
eine Stimme
ganz verzagt
Die and're
redet mir
gut zu…

Voll Vertrauen

immer
höher

immer
höher

mich gehalten wissen
leicht
kaum
spürbar

in allem

denn da ist
ein starkes Band
was
wie es scheint
direkt
bis in
den Himmel führt
und
mich in
meiner Leibesmitte hält

Und dann:

ICH HAB’S GESCHAFFT!

Das Ziel erreicht

So hoch!

Das Herz klopft
Die Lunge pumpt
Die Hände fangen an zu zittern

ICH HAB’S GESCHAFFT!

Hinab
darf ich mich
fallen lassen
aufgehoben fühlen
Nun wird alles
leicht

bis zur
sicheren Landung
am Boden

Hier stelle ich fest:
Da ist ein Mensch
aus Fleisch und Blut
der mich gehalten hat
Das Seil das mich
wie aus dem Himmel hielt
hat einen
Anker
fest
am Boden

Elisabeth Labas




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