kfd essen


Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü


Bericht über den Diözesanausschuss 04./05.02.2011

Archiv

Neuwahlen

Im Diözesanausschuss fanden am 4. Februar 2011 satzungsgemäß die Neuwahlen zum Diözesanvorstand statt. Nach 12 Jahren schied Anneliese Müller aus dem Diözesanvorsitzendenteam aus. Lydia Schneider-Roos beendete ihre Amtszeit als Beisitzerin im Vorstand.
Zum neuen Diözesanvorsitzendenteam gehören : Elisabeth Hartmann-Kulla, Christel Misz und Monika Hein. Frau Hartmann-Kulla und Frau Misz haben schon eine Amtszeit im Diözesanvorsitzendenteam hinter sich. Mit Frau Hein wird der Arbeitsbereich der „kfd-Mitgliederverwaltung“ eine verstärkte Bedeutung in der Vorstandsarbeit erhalten.
Als Beisitzerinnen wurden Irmhild Nieber und Luzia Lagoda neu in den Vorstand gewählt. Frau Nieber, die auf Bundesebene auch im Erweiterten Vorstand der Gemeinschaft Hausfrauen (GH) mitarbeitet, bringt Themen wie sorgsamer Umgang mit begrenzten Ressourcen, Klimaschutz und Rechte von Verbraucherinnen ein. Frau Lagoda setzt sich u. a. mit den Themen Ökumene und Interreligiöser Dialog im Vorstand ein. Wiedergewählt wurde Brigitte Heckenbücker, die u.a. die kfd im Diözesanrat vertritt und Christa Dischner, die gleichzeitig auch Vorsitzende der Aktion „Für das Leben“ e. V. im Bistum Essen


Ehrenzeichen des Bistums Essen für Frau Müller


„Hier stehe ich und kann nicht anders“, so leitete Generalvikar Dr. Thönnes die Würdigung von Anneliese Müller für ihr ehrenamtliches Engagement von16 Jahren im Diözesanverband und damit auch für das Bistum Essen ein. In seiner Laudatio hob er besonders das kluge politische Geschick von Frau Müller hervor, „an der richtigen Stelle die richtigen, manchmal heißen Fragen zu stellen, entschieden, aber mit einem klaren Gespür für das politisch Machbar“ und er erinnerte an die Gespräche, die so unter der Leitung von Frau Müller auch mit der Bistumsleitung geführt wurden, z.B. im Ringen um die Schwangerschaftskonfliktberatung oder über die Grundsatzpositionen der kfd zu Lebensformen oder Ämter und Aufgaben von Frauen in der kfd. Frau Müller, die über all die Jahre eine personifizierte Verbindung zwischen dem Sauerland und dem Ruhrgebiet herstellte, habe, so Dr. Thönnes, mit hohem zeitlichen Aufwand in ihrem ehrenamtlichen Engagement dafür gesorgt, dass die Anliegen von Frauen in der Kirche sichtbar und erfahrbar gemacht worden sind. Dafür erhalte Frau Müller das Ehrenzeichen des Bistums mit einem großen persönlichen Dank auch im Namen des Bischofs.
Die Bundesvorsitzende der kfd, Maria Theresia Opladen, gratulierte Frau Müller zu dieser besonderen Würdigung. Auch sie hob das politisch sensible, gleichzeitig hohe frauenbewusste Gespür von Frau Müller für faire Gespräch hervor und bedankte sich für die Sachkompetenz und Weitsicht, mit der Frau Müller die Arbeit des Bundesverbandes in verschiedenen Gremien und Kommissionen über viele Jahre intensiv und konstruktiv kritisch begleitet und maßgeblich geprägt habe.

Lydia Schneider-Roos wurde für ihre besonderen Verdienste im Bereich der verbandlichen Bildung und ihrem besonderen Engagement für die Profilierung des kfd-Besuchsdienstes geehrt. Darüber hinaus dankte die Geschäftsführerin des Diözesanverbandes, Mechtild Jansen, im Auftrag des Diözesanvorstandes für die hartnäckige Lobbyarbeit für die Müttergenesung, die Frau Schneider-Roos in allen verbandlichen Gremien mit hohem Einsatz geleistet habe. Sie habe sich für die unspektakulären, aber um so bedeutungsvollen Anliegen wie Müttergenesung und Mitarbeiterinnen im Besuchsdienst der kfd stark gemacht und sich dabei immer wieder auch im Bundesverband für eine aktuelle und zeitgemäße Profilierung der beiden Bereiche eingesetzt.


Diözesanverband arbeitet an neuen Projekten und am Dialog in der Kirche


Das wissen die kfd-Delegierten aus eigener Lebenserfahrung: Kinder lachen und kreischen, sie toben und erforschen ihre Umgebung. Nicht überall stoßen sie damit auf Verständnis. Von daher sammelten die kfd-Delegierten gemeinsam Anregungen, wie die kfd-Gemeinschaften vor Ort die Kampagne „Mensch ärgere dich nicht“ praktisch unterstützen können, die der Kita Zweckverband im Bistum Essen in diesen Tagen gestartet hat. Der Diözesanverband Essen ist Mitträger der Kampagne und in den Beratungen der Ausschussmitglieder wurden die Konsequenzen dieser Kooperation konstruktiv erörtert.

Auch bei der Diskussion über die Planung eines neuen Projektes “Kinderbetreuung“, das Müttern zugute kommen soll, die keine familiäre oder nachbarschaftliche Kinderbetreuung in Anspruch nehmen können, brachten die kfd-Delegierten ihre umfassende Lebenserfahrung ein. D. H. sie unterstützten die Planungsidee des Diözesanvorstandes, in Zusammenarbeit mit Referat „Familien- und Alleinerziehendenseelsorge“ im Dezernat Pastoral einen Einführungskurs „Kinderbetreuung“ für interessierte Frauen aus der kfd zusammen mit Familienzentren vor Ort in den Gemeinden zu entwickeln. Inhalte könnten sein: Rechtliche Voraussetzungen, Lebenswelten der Kinder heute, etc..

Auch verabredeten die kfd-Delegierten, vor Ort in den Städten den „Equal-Pay-Day“ bekannt zu machen, der in 2011 am 25 März stattfindet. Hintergrund ist die geringere Entlohnung von Frauen, die in Deutschland im Schnitt 22 Prozent weniger verdienen als Männer. Das Datum des Equal Pay Day markiert daher den Zeitraum, den eine Frau über den Jahreswechsel hinaus arbeiten muss, um den Jahresverdienst ihres männlichen Kollegen zu erreichen.
Der Equal Pay Day hatte im April 2008 mit Unterstützung des Bundesfamilienministeriums erstmalig in Deutschland stattgefunden. Erklärtes Ziel ist es, dass der Equal Pay Day, dessen Termin nach den jeweils aktuellen statistischen Daten zum Lohnunterschied zwischen Männern und Frauen jährlich neu festgelegt wird, mit der Zeit immer weiter nach vorne rücke.

„Die Chance zur Erneuerung ist jetzt“, darin waren sich die kfd-Delegierten und Gäste beim Studientag beim Diözesanausschuss einig und stellten sich auf die von den deutschen Bischöfen angebotene Dialoginitiative ein. Die kfd-Frauen verständigten sich neu auf die Botschaften, die in den Schriften des 2. Vatikanums, der Würzburger Synode bis zum Bischofswort „Zu Fragen der Stellung der Frau in der Kirche“ zu den unterschiedlichsten Anliegen von Frauen in der Kirche schon seit Jahrzehnten niedergeschrieben worden sind. Unter Anleitung von Brigitte Vielhaus, Referentin des Bundesverbandes, und den Mitgliedern des Diözesanvorstandes übten die Frauen darüber hinaus Haltungen und Strategien ein, um damit auch in den (alltäglichen) Dialogen mit den verantwortlichen Hauptamtlichen vor Ort in der Pastoral zu einem partnerschaftlichen und gleichberechtigten Zusammenwirken von Frauen und Männern, Ehrenamtlichen und Hauptamtlichen zu kommen. Darüber hinaus stärkten die Delegierten den Diözesan- und Bundesvorstand, in den angebotenen Dialog über die Themen einzutreten, auf die die kfd-Bundesversammlung mit der Erklärung
"Die Chance zur Erneuerung ist jetzt" bereits im Juni letzten Jahres gedrängt hatte. Darin fordert der Verband die Rolle der Frauen in der Kirche neu zu definieren, auch Leitungspositionen mit Frauen zu besetzen und das Diakonatsamt für Frauen zu öffnen. Auch die Frage nach dem Pflichtzölibat, einer zukunftsfähigen Sexualethik, dem Umgang mit Geschiedenen sowie der Zukunft der Ökumene muss nach Meinung der kfd erneut diskutiert werden.

Mechtild Jansen, Geschäftsführerin



Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü