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aus dem Bundesverband
Begabungen von Frauen in der Kirche sichtbar gemacht
Im Rahmen der Bundesversammlung der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) wurde am 5. Juni 2010 in Mainz der mit 1.000 Euro dotierte Praxispreis des Prozesses “Charismen leben – Kirche sein“ vergeben.
Unter dem Motto „Mach mit – mach’s nach“ hatte der Verband aufgerufen, gelungene Beispiele einzureichen, die die Begabungen von Frauen in der Kirche sichtbar machen. Insgesamt beteiligten sich 31 kfd-Gemeinschaften an diesem Wettbewerb.
Der erste Platz ging an die Frauengruppe „Aufwind“ der katholischen Kirchengemeinde Christkönig in Bielefeld. Die zwölf Frauen haben ein Hungertuch gestaltet, das mit aktuellen Bezügen und ganz eigener Symbolik das Leiden der Menschen und die Antworten darauf aus christlicher Überzeugung versinnbildlicht. In der Fastenzeit regte das Tuch, mit dem das Altarbild verhängt wurde, zu Besinnung und Gebet an. Ein Meditationsheft fasste begleitende Texte zusammen.
Der zweite Platz des Wettbewerbs wurde gleich zwei Mal vergeben: Der Regionalvorstand der Grafschaft Bentheim, der dreizehn pfarrliche Gruppen vertritt, überzeugte mit seinem Projekt „BlumenWelten“. Mit einer ganzen Reihe von Veranstaltungen und Aktionen ist es ihm gelungen, fair gehandelte Blumen in der Grafschaft Bentheim einzuführen und für das Thema fairen Handel und faire Arbeitsbedingungen zu sensibilisieren. „Ein Obdach für die Seele – Der etwas andere Gottesdienst“ heißt das Projekt der Frauen des kfd-Teams im Kreisdekanat Borken. Einmal im Monat laden sie sonntags zu einem Wortgottesdienst ein, der ausschließlich von Frauen geleitet und gestaltet wird. Mit neuen, zeitgemäßen liturgischen Elementen sprechen sie insbesondere Menschen an, die sich von der Kirche distanziert haben.
Zur Jury, die die Arbeiten ausgewählt hat, gehörten neben der stellvertretenden kfd- Bundesvorsitzenden Irmentraud Kobusch auch Prof. Dr. Dorothea Sattler, Direktorin des Ökumenischen Institutes der Universität Münster, und Weihbischof Ludger Schepers aus Essen, der auch Mitglied der Pastoralkommission der Deutschen Bischofskonferenz ist.
Bereits am Donnerstag vergeben wurde der Kunstförderpreis 2010 des Freundes- und Förderkreises der kfd. Ausgezeichnet wurde die Künstlerin Irmintraud Teuwisse-Eckard. In ihren Bildern und Glasobjekten verleiht sie ihrem Glauben und ihrer tiefen Spiritualität Ausdruck. Zu den Schwerpunkten ihrer Arbeit gehört auch die Gestaltung von Kapellen und Meditationsräumen.