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aus dem Bundesverband
Katholische Frauen begrüßen Vorstoß der Telekom
Vereinbarkeit von Familie und Erwerb ist der Schlüssel zur beruflichen Gleichberechtigung
Düsseldorf, 16. März 2010
Als positives Signal wertet die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd), mit rund 600.000 Mitgliedern der größte Frauenverband in der Bundesrepublik, den Vorstoß der Telekom als erstes DAX-30-Unternehmen eine Frauenquote im Management einzuführen. Bis 2015 soll der Anteil der Frauen in mittleren und oberen Führungspositionen auf 30% steigen. Aber die Quote allein ebnet nur formal den Weg in die Chefetagen und damit zur beruflichen Gleichberechtigung.
„Die Vereinbarkeit von Familie und Erwerb ist in Deutschland nach wie vor ein Frauenproblem. Dem Ausbau der Kinderbetreuung und der Flexibilisierung der Arbeitszeiten und des Arbeitsplatzes kommt daher eine Schlüsselrolle zu, wenn es darum geht, Frauen bessere Chancen zur Verwirklichung ihrer beruflichen Karriere einzuräumen “, so Ingrid Müller, Vorsitzende der „Berufstätigen Frauen“ in der kfd. Nur so könnten traditionelle Rollenmuster überwunden und Frauen ermutigt werden, Führungspositionen anzustreben. Gleichzeitig würdigt Müller den Vorbildcharakter, der Telekomentscheidung: „Andere Unternehmen werden sich dem Beispiel der freiwilligen Frauenquote nicht entziehen können und hoffentlich bald folgen“. Ohne verbindliche Vorgaben für die deutsche Wirtschaft sei Frauenförderung allerdings nach wie vor fraglich, so Müller weiter. Freiwillige Vereinbarungen zur Verwirklichung der Chancengleichheit zwischen Frauen und Männern hätten in der Vergangenheit zu wenig bewirkt.