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Wie war’s? Was habt ihr erlebt? Hattet ihr schönes Wetter? Alle Erwartungen erfüllt?
Die Leserinnen (und Leser, herzlich Willkommen auf der Internet-Seite der kfd!) dieses Reiseberichts kennen mit Sicherheit diese Fragen, die einer/m unweigerlich gestellt werden nach der Rückkehr von einer Reise, die vielleicht schon im Vorfeld ein Gesprächsthema war.
Die kfd im Bistum Essen bot in ihrem Jubiläumsjahr eine Wallfahrt nach Avila an, um dort die Spuren der Hl. Teresa zu verfolgen, dieser großen Mystikerin und Kirchenlehrerin des 16. Jahrhunderts.
Und da gab es eine Menge Erwartungen, die bereits beim Vorbereitungstreffen im September im Pfarrheim der Gemeinde St.Teresia in Mülheim von den Teilnehmerinnen benannt wurden: bereichernd sollte es sein, das eigene Glaubensleben neu beleben, die Schriften der Hl. Teresa bekannt machen, Gemeinschaft stiften…….und Spaß und Freude sollten auch dabei sein.
Und was glauben Sie? Hat der Diözesanvorstand in seiner Planung und der anschließenden Durchführung
alle Erwartungen erfüllt?
Die Teilnehmerinnen waren am Ende äußerst zufrieden mit dem Ablauf dieser ganz besonderen Woche im Oktober 2009 im Hochland Kastiliens,
100 km nordwestlich von Madrid bei Temperaturen
zwischen 2 Grad am Morgen und 25 Grad am Mittag.
Und da es ja keine Zufälle gibt, sondern alles „zugefallen“ ist, war der wichtigste Tag im Leben einer Spanierin (und eines Spaniers) in Bezug auf die Hl. Teresa - ihr Gedenktag am 15.10. - auch der wichtigste Tag für den Ablauf der Wallfahrt. Am Morgen fand ein bewegender Gottesdienst im Mystik-Zentrum des Karmeliterordens statt, dann ging es in die Stadt zur Prozession und am Nachmittag stand der Besuch in Teresas erster eigener Klostergründung an. Völlig unterschiedliche Orte, unterschiedliche Wahrnehmungen und ganz eigene Erfahrungen – so empfanden die Teilnehmerinnen diesen Tag.
Das bekannteste aller Teresa-Worte stand während der Wallfahrtswoche wie ein Motto über der Gruppe: „Nada te turbe!“ – Nichts soll dich ängstigen! Das galt für die beiden Teilnehmerinnen, die wegen der Überbuchung des Flugzeugs erst spätabends zur Gruppe stießen, genauso wie für die Teilnehmerinnen, die in Segovia beim Abstieg vom Alkazar, dem Königspalast, den Anschluss an die Gruppe kurzfristig verloren.
So hat die Hl. Teresa ihre Hand schützend über eine Wallfahrtsgruppe gehalten, die viel erlebt hat, bei der Spaß und Freude nicht zu kurz kamen, die Raum bot für eigene spirituelle Erfahrungen und die sich dieser außergewöhnlichen Frau ein wenig annähern konnte, ohne den letzten Satz des oben erwähnten Spruches aus den Augen zu verlieren:
„Solo dios! Basta!“ – Gott allein genügt!
Text: Elisabeth Hartmann-Kulla, Fotos: Elisabeth Labas