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Spritztour Ma(h)l anders! Ein voller Erfolg!

2018 04 18 19.50.5370 Frauen waren der Einladung des Diözesanverbandes der kfd am 18. April 2018 in den Pfarrsaal St. Barbara in Mülheim/Ruhr zu einem besonderen Frauenmahl gefolgt. Nach der Begrüßung durch die Vorsitzende Christel Misz und der schwungvollen Einstimmung am Klavier durch Jessica Wippich hielt zu der gesunden Hauptmahlzeit –gezaubert und serviert von Mitarbeitern der „Boje“-die Landes-Ministerin für Heimat, Kommunales, Bauen und Gleichstellung Ina Scharrenbach (CDU) die Tischrede.

 In freier Rede ging sie auf alle Bereiche ihres doch ungewöhnlich zusammengestellten Ministeriums eins und erläuterte, dass der in letzter Zeit viel diskutierte Begriff „Heimat“ der Bogen sei, der alle Bereiche umspannt und umfasst. Der Heimatbegriff –so die Ministerin- sei bereits in der Regierungszeit 2005 bis 2010 im Bereich Städtebau und Wohnen verortet gewesen. Er fragt nach dem, was uns in der Gesellschaft verbindet, was unsere Wurzeln sind und für welche Werte wir stehen. Gerade in diesem Jahr, in dem der Steinkohlebergbau endet, erinnern die Menschen an das, was Kohle und Stahl gerade in NRW bedeutet haben. Werte wie Sich-Aufeinander-Verlassen-Können, der Wille zur Arbeit, die Bereitschaft zu ehrenamtlichem Engagement und vielem mehr sollen allen, die in diesem Land leben nahe gebracht werden, damit die Gesellschaft beieinander bleibt.

Die Gleichstellung von Mann und Frau liegt der Vorsitzenden der Frauenunion NRW dabei besonders am Herzen. Die Errungenschaften für die Rechte von Frauen und Mädchen wie das Wahlrecht, dessen 100jähriges Jubiläum wir in diesem Jahr feiern, den Artikel 3 GG für das die 4 Mütter des Grundgesetzes hart gekämpft haben, die gerade einmal 60 bzw. 40 Jahre alten Änderungen im Bürgerlichen Gesetzbuch, von denen alle Frauen heute profitieren dürfen, müssen selbstverständlich sein, aber diese Selbstverständlichkeit muss allen Frauen und Männern bewusst gemacht werden. Mag das Anliegen der Klägerin, als Kundin  angesprochen zu werden auch als „Haarspalterei“ und „Übertrieben“ gesehen werden, so macht das jüngste BGH-Urteil, das aussagt,  dass das generische Maskulinum ausreicht um auch Frauen anzusprechen, doch zumindest nachdenklich. Wichtig sei vor allem, das berufliche Potential von Frauen und Mädchen zu entwickeln, damit sich der Trend vieler, Schule und Ausbildung für sich als nicht notwendig zu erachten, nicht verfestigt. Der Girls- bzw. Boysday, der als reiner Symboltag zwar Beachtung fand, aber keine nachhaltige Wende in den Berufswünschen der Jungen und Mädchen bewirkte, wird jetzt zu sog. Girls- bzw. Boys-Academys ausgeweitet, in denen in Betrieben über ein ganzes Schuljahr Einblicke in die Arbeitswelt „des anderen Geschlechts“ gegeben werden und so eine Verstetigung erfolgen soll. Auch auf die Bereiche Ausbau von Frauenhäusern und neuerdings auch Bau von Zufluchtsorten für Männer, die Opfer häuslicher und/oder sexualisierter Gewalt werden- sowie Frauen und Extremismus/Salafismus, ging die Ministerin ein. In der abschließenden Gesprächsrunde beantwortete sie die Fragen der Teilnehmerinnen nach ihrer Haltung zum Kopftuchverbot für Kinder, nach der Förderung von Jugendlichen ohne oder mit niedrigem Schulabschluss und auch nach der Beteiligung von Anliegern an Straßenausbaukosten zur Wohnumfeldverbesserung. Ein weites Feld-dieses Ministerium. Wie komplex und alle Bereiche umfassend zum Beispiel die Frage nach der Umsetzung des Willens zur Erhöhung der Frauenerwerbsquote ist (die zwingend notwendig ist, da das Rentensystem auf volle Erwerbstätigkeit ausgerichtet ist), zeigt z.B. das Erfordernis der Flexibilisierung von Kita-Zeiten und offenem Ganztag in den Schulen, der Kommunen vor finanzielle, räumliche und vor allem personelle Probleme stellt, die durch einen Rechtsanspruch nicht gelöst werden können. Oder das Heranführen von Frauen an den Wiedereinstieg in den Beruf nach einer Familien- oder Pflegephase, da die Programme des Arbeitsamtes oder des Netzwerks „W“ Wiedereinstieg, nicht genügend angenommen werden. Und viele Aspekte mehr. Mit einem kleinen Gastgeschenk verabschiedete das Vorsitzendenteam v.l.: Frauke Westerkamp, Maria Friese, Christel Misz und die geistl. Leiterin Ulrike Fendrich die Ministerin aus ihrer Mitte.

fw

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